Kann Karate – Stadt (Song) | Interview

Interview mit Kann Karate zum Song „Stadt“ | Kann Karate preschen auf ihrer „Donner Doria“ EP irgendwo zwischen Isolation Berlin und Love A. Auch wenn es nur fünf Songs sind – das ist sehr vielversprechend! Sänger Eric beantwortet im Interview, wie der Song „Stadt“ entstanden ist. 

Wie ist „Stadt“ ganz zu Beginn entstanden?

Der Song ist schon 1 ½ Jahre alt. Die Idee für die Musik kam damals ausnahmsweise von mir. Ich klimperte mit GarageBand (iPhone-Musik-App) rum und da entstand die Grundidee, die den anderen gut gefiel – dann kam der Feinschliff von den Jungs.

Und zum Text:

Welches Bild ich malen möchte wusste ich bei dem Song damals nicht vorher, sondern erst mittendrin. Ich trug schon ein paar Wochen das Wort „Kran/Kräne“ in meinem Kopf rum. Irgendwie/irgendwas wollte ich darüber schreiben. Wusste aber nicht was. Und dann ging es aber ganz schnell.

Was ist euer persönlicher Lieblingsmoment?

 Wenn am Ende nochmal alle Instrumente voll reinhauen nach dem „Stadtatmo“-Part.

Worum geht’s in den Lyrics?

Tatsächlich darf sich gern jeder selbst fragen worum es geht. Der Text ist jetzt auch schon etwas älter und je nach eigener Lebensphase lese ich da selbst mittlerweile auch einen anderen Ansatz. Früher war es für mich ein schwacher Mann in der Ich-Perspektive.  Und live hab ich gern mal das Gummiseil spontan reißen und den Mann sterben lassen. Jetzt lese ich da aber viel Stärke und Mut. Ein Mann der sich ins Leben stürzt und nicht in den Tod.

Was ist eure liebste Zeile aus dem Song?

„Sie feuern mich an, sie steigen hoch und fallen.“ Ich mag das Bild der Kräne als Cheerleader.

Wieso habt ihr euch dazu entschieden, „Stadt“ auf diese Position der EP zu setzen?

Wir haben da ganz nach Bauchgefühl entschieden.

Welche Tracks würdet ihr auf einem Mixtape vor und nach „Stadt“ setzen?

Davor könnte vielleicht „Ich bin ein Teil von dir“ von U3000 laufen, weil ich den Song gerade sehr mag. Nach „Stadt“ sollte auf jeden Fall „Electric Guitar“ von Tocotronic kommen. Beim ersten Hören dachte ich „Stadt“ läuft, weil der Anfang so verrückt ähnlich klingt. Witzig.

An welcher Stelle spielt ihr das Stück auf der Bühne?

„Stadt“ kommt meistens in der Mitte.

Zu welchem Zeitpunkt sollte ich den Song auflegen?

Vielleicht wenn sich bei dir gerade eine Tür geschlossen hat und eine neue Tür aufgeht? Und du etwas Motivation gebrauchen kannst?

that new music blog sagt:

Der spannendste Song einer ohnehin spannenden Band. Ganz so einfach in die hierzulande so beliebte Indie-Emo-Punk lassen sich Kann Karate nicht schieben. Ein bisschen Hamburger Schule schwingt da auch mit. So gerät die „Donner Doria“ EP zu einer abwechslungsreichen Chose mit melancholischen Hits („Sonne“), Auf-die-Fresse-Stücken („Hier und jetzt“) und eben „Stadt“ welches sehr abwechslungsreich daherkommt und das Potential der jungen Band gut vereint.

Hier könnt ihr euch die gesamte „Donner Doria“ EP von Kann Karate anhören:

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