Suzan Köcher (Sängerin)

Gut getroffen:

Mitglieder:

Wie der Name es so schön impliziert: Suzan Köcher tritt hier als Solo-Künstlerin auf. Bei den Aufnahmen bekommt die junge Dame aus Solingen Unterstützung von Julian Müller, mit dem sie übrigens auch zusammen in der Folk-Band Palace Fever die Saiten schrubbt.

Musikstil – das sagt die Künstlerin:

Folk-Rock with a psychedelic twist

So klingt Suzan Köcher eigentlich:

Suzans Musik ist äußerst organisch und wird von geheimnisvollen Gitarren getrieben. Dabei steht die glasklare, erwachsene Stimme klar im Vordergrund. Als einfache und klassische Singer/Songwriterin sollte Suzan Köcher jedoch auf keinen Fall abgestempelt werden, dafür passiert im Hintergrund einfach zu viel Spannendes. Irgendwo zwischen Folk, Singer/Songwriter-Pop und Mittelalter. Das trifft es wahrscheinlich am Besten.

Hauptzielgruppe:

Liebhaber der Rockmusik, die auf der Sache nach einer etwas außergewöhnlicheren Solokünstlerin sind. Eine, die etwas mehr tut als mit ihrer Akustikgitarre schöne Songs zu trällern, sich aber trotzdem dem Folkrock zugewandt sieht und die hippe, elektronische Elemente außen vor lässt.

Das sagen die Zyniker:

Die Melodien sind ja ganz schön, aber wo ist bitte die Kante??

Aktuelles Werk:

Die zum Record Store Day veröffentlichte EP „Blood red wine“. Diese ist zugleich das erste offizielle Release von Suzan Köcher und wartet mit vier schönen Stücken Musik auf, inklusive dem Ohrwurm-Titeltrack und einem Serge.Gainsbourg-Cover. Mit der EP waren Suzan & Band bereits auf kleiner Tour, u.a. mit Wallis Bird. Und auch in den nächsten Monaten werden sicher einige EPs über den Tisch gehen. Suzan Köcher eröffnet einige Konzerte der Kilians-Reunion-Tour und die ersten Festivals mit nachweislichem Geschmack (Maifeld Derby) stehen auch auf dem Plan (sieht unten).

Zentraler Song:

Ist der wunderbar ins Ohr gehende „Blood red wine“, zu dem die Anfang 20-Jährige auch ein Video rausgebracht hat. Heimlicher Hit der EP ist jedoch das geheimnisvolle „Frozen roses“, das musikalisch wie ein dunkler Spaziergang durch den Wald daherkommt. Hier besticht Suzan mit Gesang in höheren Tonlagen. Da geht was!

Gut gesagt:

No one knows
Does it mean there’s trouble on the way?
Does it mean that love is here to stay?
So I’m just bathing in your bordeaux glow
Moon Bordeaux

Fun-Fact:

Beim letztjährigen popNRW-Preis hat Suzan in der Kategorie „Newcomer“ den zweiten Platz abgeräumt. Trotzdem bezeichnet 1Live sie als „die beste Newcomerin im Sektor“. Und wer wurde damals erster? Die Giant Rooks, die tatsächlich gehörig auf dem Weg nach Oben sind. Mal gucken, wo der Weg für Suzan hingeht.

Passend zu:

Zum entspannten Spiele-Abend inklusive der obligatorischen Werwolf-Runde. Alternativ kann man den EP-Namen auch ganz wörtlich nehmen und einen alten, guten Rotwein ausgraben, „Blood red wine“ auflegen und das Mysteriöse genießen. Wenn’s für jenen Wein nicht reichen sollte, tut’s sicher auch der von Penny.

Drei Fragen an Suzan Köcher:

1) Als Releasedatum für die EP hast du den Record Store Day auserkoren. Wieso genau an diesem Tag?

Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass meine erste EP auch als Platte erscheint. Beim Record Store Day geht es ja um besondere Veröffentlichungen und da passt das natürlich. Die Idee dazu hatte aber nicht ich, sondern Henry von meinem Label Unique Records und gerade bei einem Debüt ist es ja schön, wenn man in einem gewissen Rahmen auftaucht. Deswegen waren wir alle von der Idee direkt angetan.

2) Auf deiner ersten EP „Blood red wine“ befindet sich mit „Harley Davidson“ auch ein Cover vom französischen Sänger Serge Gainsbourg. Wie kam es dazu?

Ich höre seit einiger Zeit viel französische Musik – Francoise Hardy, France Gall, Jacques Dutronc und Brigitte Bardot. Der eigenwilligste von allen war Serge Gainsbourg und mich fasziniert seine ungehobelte Art Texte zu schreiben, sein sehr natürlicher Zugang zu genialen Melodien und die einfallsreichen Arrangements seiner Platten. Das war für mich auch ein großer Einfluss beim Schreiben und bei den Arrangements. Irgendwie kamen wir dann auf die Idee mal einen seiner Songs zu spielen und das hat direkt so gut funktioniert, dass wir ihn auch aufgenommen haben. Fürs Album kann ich mir ein Cover nicht so gut vorstellen, aber für die EP war das genau richtig und zeigt noch mal eine andere Facette. Allein schon, weil der Song auf Französisch ist – ich hoffe es fällt nicht zu sehr auf, dass ich in der Schule im Französisch-Unterricht nicht so gut aufgepasst habe.

3) Ich habe gehört, das Debütalbum ist schon im Kasten. Was kannst du im Voraus darüber erzählen?

Die Platte ist tatsächlich fast fertig. Wir werden noch ein, zwei neue Songs aufnehmen, die ich in letzter Zeit geschrieben habe und die auch fester Teil der live Shows sind, aber das Meiste ist schon aufgenommen. Die EP gibt schon einen guten ersten Eindruck – auf der Platte werde ich noch ein paar mehr Facetten zeigen. Es gibt einige düstere Songs, aber auch Uptempo Country, Fuzz und Twang-Gitarren und Mellotron-Orchestrierung. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf das Ergebnis endlich rauslassen zu dürfen. Aber jetzt gibt es erst mal die EP und ich hoffe, dass ein paar Leute hinhören werden.

Suzan Köcher auf Tour:
23.05. Düsseldorf, Kassette
01.06. Köln, Gebäude 9 (w/ Kilians)
02.06. Hamburg, Schanzenzelt (w/ Kilians)
07.06. Stuttgart, Cafe Galao
09.06 Ulm, Hudson Bar
18.06. Mannheim, Maifeld Derby Festival
25.06. Mainz, Johannisnacht
18.08. Bonn, Alter Zoll 

Bock Suzan Köcher zu hören? Das wunderbare „Frozen roses“ ist Teil des aktuellen that new music mix. Siehe unten und rechts auf dieser Seite.

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